Heft 9 erscheint im April 2016.

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 Domkirche Sint-Rombout in Mechelen. Foto: Cornelius van Alsum (2012).

 

 

Kalmen (franz. Calmes) oder Gegend der Windstillen ist die Zone, welche die Passatwinde der beiden Erdhälften von einander trennt. Diese Zone bildet einen schmalen, den Aequator ent­lang laufenden Gürtel oder Ring, der über den Großen oder Stillen Ocean im allgemeinen zwi­schen 3° südl. Br. und 3° nördl. Br., über den Atlantischen Ocean, immer nördlich vom Aequa­tor, zwischen 2°–8° nördl. Br. im Durchschnitt und über die Kontinente zwischen 3° südl. Br. und 5° nördl. Br. sich erstreckt. Die Ruhe dieser Zone der Windstillen wird sehr häufig, mitunter fast täglich, durch starke Gewitter und Windstöße aus den verschiedensten Richtungen unter­brochen […]. Deshalb nennen die Seeleute diese Zone auch die Gegend der Veränderlichen und suchen dieselbe so rasch als möglich zu passiren. […]“

(Meyers Konversations-Lexikon. Eine Encyklopädie des allgemeinen Wissens, 3. gänzlich umge­arb. Aufl., Bd. 9, Leipzig 1876, S. 712)